Karl C.von Loesch:Croatia restituta

''Neka se osuši desnica moja Bože, ako zaboravim svoju svetu crkvu, svoj dom i narod..''

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Karl C.von Loesch:Croatia restituta

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Im Jahre des Heiles 1941 läuteten die Osterglocken von der steierischen Grenze bis zum Fuss der montenegrinischen Felsenburg, von Suschak, der Schwesterstadt Fiumes an der Ostseite Istriens, bis zum äussersten Syrmien: »Kroatien ist erstanden, es ist wahrhaftig auferstanden«. Serbische Beamte und Serbenknechte wurden verjagt, kleinere südslavische Truppenteile entwaffnet, General Kvaternik übernahm in Agram, als Stellvertreter des damals noch im Ausland weilenden Führers der Unabhängigkeitsbewegung, Dr. Ante Pavelić, die provisorische Regierung. Der kroatische Arbeiterverband, der über 200 000 Mitglieder zählt, stimmte der neuen Regierung zu; sein Ziel sei seit seiner Gründung gewesen, den nationalen Interessen des kroatischen Volkes zu dienen; General Kvaternik antwortete, eine enge Zusammenarbeit zwischen Regierung und Arbeiterschaft sei beabsichtigt. Das Oberhaupt der kroatischen Mohammedaner, der Imam von Agram, riet den Gläubigen, sich geschlossen hinter die neue Regierung zu stellen. Der Agramer Rundfunk forderte die Bevölkerung auf, die Vorbereitung für Pavelics Empfang zu treffen.

In dieser Stunde trafen bereits am Karfreitag die ersten deutschen Truppen ein. G. Emskötters Bericht im »Völkischen Beobachter« über diesen Einzug in einer »feindlichen« Hauptstadt ist ein historisches Dokument, das festgehalten werden muss: »Die Stadt bietet in diesem Augenblick ein Bild, das die Grösse der geschichtlichen Stunde überwältigend zum Ausdruck bringt. Alle Strassen sind erfüllt von riesigen Menschenmassen, zwischen denen sich die deutschen Kolonnen ihre Wege zu bahnen versuchen. Szenen unbeschreiblicher Begeisterung spielen sich ab. Unter dem rot-weiss-blauen Fahnenmeer tost der Jubel eines Volkes, das vergehen möchte vor Freude über seinen nationalen Sieg und vor Dank an seine Befreier, die das unabhängige Kroatien nun mit ihren starken Waffen schützen werden. Dicke Menschentrauben hängen an unseren PKW.s, stehen auf den tonnenschweren Panzern und Lastwagen, drücken lebensgefährlich die schwankenden Räder der Kradschützen nieder. Aus Hunderttausenden von Kehlen steigen Schreie in den Abend, immer und immer wieder: »Heil Hitler! Sieg-Heil! Sieg-Heil!« Und kroatische »Živio«-Rufe. Es sind die erschütternden Freudenausbrüche eines unendlich glücklichen Volkes.

»Frauen versuchen, die Männer im Stahlhelm von den Krafträdern zu reissen, nur um sie umarmen zu können und um ihnen die Hände drücken zu dürfen. Jeder Soldat, ob Offizier oder Schütze, wird von Hunderten bestürmt: »Wie kann ich Ihnen helfen? Brauchen Sie Benzin? Wollen Sie Zigaretten?« Manche, vor allem auch die Volksdeutschen, stehen in dem dichten Spalier der lachenden Gesichter, der erhobenen Hände und schluchzen fassungslos. Ich schäme mich, dass meine Worte nicht stark genug sind, wiederzugeben, was in diesem Augenblick in Agram vor sich geht. Das eine aber sei zum Abschluss gesagt: Wir Feldgrauen sind stolz, unendlich stolz, gerade heute abend als Soldaten unseres Führers hier stehen und den Kroaten vor Augen führen zu dürfen, was der Wille eines Volkes vermag, und danken unserem Führer und Obersten Befehlshaber, dass er uns diese unvergesslichen Stunden in Agram erleben liess«.
Was gestern noch Utopie war, an die angeblich »realistisch« Denkende — ausserhalb und innerhalb Kroatiens — ihre kostbare Zeit nicht verschwenden wollten, ist heute strahlende Wirklichkeit: das unabhängige und ungeteilte Kroatien, der wiederauferstandene Staat eines eigenständigen Volkes, das sich in fast fünfzehn Jahrhunderten seiner vielbewegten Geschichte bewährt hat. Dies weltgeschichtliche Ereignis von überzeugender.

Naturkraft verlangt nach Ausdeutung. Denn allzu dicht war die Vernebelung der Gehirne: wie ein Vorhang verschluss sie uns Deutschen das Verständnis für die greifbarste Tatsache Mitteleuropas: für die deutsch-kroatische Schicksalsgemeinschaft, der nunmehr Adolf Hitler neuen Ausdruck in denkbar edelster Form verlieh.

*

Bevor wir auf sie eingehen, ein Wort zur Rechtfertigung dieses Freudentaumels. Das ist kein Strohfeuer, sondern echte Glut. Ein Volk, für das nach allzu langen Nächten der Knechtschaft und Zerstaatlichung der Tag des Lichtes und der Freiheit anbricht und es von scheinbar unendlichem Leide erlöst, hat das Recht auf Überschwang. Und noch viel mehr darf ein Volk der Krieger und Seefahrer die deutschen Truppen als Brüder stürmisch begrüssen. Denn es sieht' in ihnen die Nachfahren der Waffengenossen aus viel¬hundertjährigen Kämpfen zu Lande und zu Wasser. Für dieses einzige echte Krieger und Seefahrervolk mit slawischer Zunge und gotischem Herzen ist es das höchste, wieder seine eigenen Waffen unter eigener Fahne tragen zu dürfen. Denn nicht von ungefähr rühmten alle frühmittelalterlichen Chronisten dies Land als »Croatia sive Gothonia, als »Kroatien oder den (Ost-) Gotenstaat«. Politisch ist es belanglos, wie weit die moderne Geschichtsforschung bereits den Glauben an eine gotische Führungsschicht unterbaut hat, die einst das erste Kroatien errichtet haben soll. (Kroatien, das zum Reiche Theoderichs des Grossen gehörte, wurde nicht von den Byzantinern erobert.) Entscheidend als politische Gegenwartstatsache ist es aber, dass dieser Glaube im Volke selbst lebt und ihm Kraft gab zum Kampfe gegen panslawistische Theorien und zum Widerstande gegen die Bajonette eines serbisch gestempelten Jugoslawismus freimaurerischer Prägung.

Kroatiens lange Geschichte ist kämpf erfüllt; Abwehr gegen feindliche Einbrüche und innere Zerländerung waren seine Probleme. Es ist unmöglich, hier auch nur die Hauptzüge der kroatischen Geschichte zu nennen. Wir begnügen uns damit, einige Linien der deutsch-kroatischen Schicksalswege aufzuzeigen. Die geschichtliche Fügung, dass der Süd-Nordlauf des Drinaflusses im Osten Bosniens Westrom von Ostrom, römische und griechische Verwaltungssprache und Kirchenform, Abendland und Morgenland schied, trennte nicht nur Kroatien seit alters von Serbien, sondern sie war zugleich der Grund dafür, dass das kroatische Volk nach Recht, Kultur und Ethos mitteleuropäisch ausgerichtet wurde, das serbische aber orientalisch. (Dass nur Kroatien dem karolingischen Reiche angehörte und später mit Ungarn durch Personalunion verbunden war, liegt auf der gleichen Linie.) An dieser Grundtatsache hat der Türkeneinbruch einiges, aber nichts Entscheidendes geändert; zwischen 1462 und 1482 waren die östlichen kroatischen Länder Bosnien und die Herzegowina von den Türken erobert worden, fünfzig Jahre bevor die Osmanen (1529) zum ersten Male Wien belagerten; unmittelbar vorher war ihnen die kroatische Lika und Krbava, Westslawonien und die dalmatinische Zagora in die Hand gefallen. Gewiss mussten damals viele Kroaten, westwärts gedrängt, neue Wohnsitze suchen, Ostvölker wurden eingesprengt. Der bosnische Kleinadel, welcher dem der Ost-, wie der Westkirche gleich verhassten Bogumilentum anhing, trat zum Islam über, so dass die fälschlich ihrer Trachten und ihres Glaubens wegen »Türken« genannten slawischen Mohammedaner der ehemals Osten eichisch-ungarischen Reichslande mit ihren hohen Gestalten und ihren blonden Haaren aus nordisch-dinarischem Rassenerbe jedem Fremden noch heute auffallen. Dadurch sind sie aber keine Serben geworden.

Schon 1527 hatten Kroaten, nachdem Ludwig II., König von Kroatien, Ungarn und Böhmen, bei Mohäcs umgekommen war, zu seinem König den Bruder Kaiser Karls V., Ferdinand von Österreich gewählt. (Damit begannen die näheren deutsch-kroatischen Beziehungen, die erst 1918 gesprengt wurden.) Böhmen folgte, in Ungarn kam es aber zur Doppelwahl; denn eine andere Adelspartei wählte Johann Zapolya von Siebenbürgen, den Schützling der Osmanen: seitdem schwankten die Madjaren jahrhundertelang zwischen der mitteleuropäisch-deutschen und der entgegengesetzten Ausrichtung. Das Kroaten-tum hat eine solche Unsicherheit der Stellungnahme nie gekannt: es hatte sich endgültig entschieden, ohne freilich vollen Lohn dafür zu ernten. Denn während Ungarns Hauptstadt schon nach 160 Jahren wieder befreit wurde, sind Bosnien und das Herzogsland (tatsächlich 1878) und rechtlich erst 1908 aus dem osmanischen Verbände wieder ausgeschieden, also nach 450 Jahren; bis dahin war die Grenze des osmanischen Reiches von Agram nur 60 Kilometer Luftlinie entfernt und auch nur 160 Kilometer von Radkers-burg, der bisherigen Reichsgrenze. Die Südosthälfte Kroatiens blieb länger als zweihundert Jahre noch unter türkischer Herrschaft, weil der vom Reiche her vorgetragene Gegenangriff in den rauhen Bergländern Bosniens und der Herzegowina stecken geblieben war, während er die Niederungen Ungarns in raschem Zuge zu befreien vermocht hatte.

Aber selbst als endlich alle kroatischen Gebiete befreit waren, litt Kroatien im Rahmen der Doppelmonarchie an staatsrechtlicher Zerländerung: Dalmatien gehörte (wie der kroatische Volksboden Istriens) zur westlichen Reichshälfte, Rumpfkroatien mit Slawonien und Syrmien waren zwar nach innen hin autonom, staatsrechtlich aber mit Ungarn verbunden, das noch dazu das Fiumaner Küstengebiet unmittelbar verwaltete; Bosnien und die Herzegowina würden endlich vom gemeinsamen Finanzministerium regiert. Im Rahmen eines immer lockerer werdenden Gesamtreiches war das kroatische Volk auf fünf Länder aufgeteilt, die unter recht verschiedenen Verfassungen standen. Volle Selbstbestimmung und Einigung blieb also bis 1918 noch immer sein heiss ersehntes Ziel, wie es auch das deutsehe Ziel war. Der gleiche Krieg, der unserem Volke erst 1939-40 durch Befreiung ,der Ost- und Westgrenzgebiete (fast) die volle staatliche Einigung seines geschlossenen Siedelgebietes gebracht hat, erfüllt 1941 auch die entsprechenden Wünsche den Kroaten, die 1919 im SHS-Staate weit Schlechteres gegenüber ihrer habsburgischen Vergangenheit hatten eintauschen müssen. Hier ist die deutsch-kroatische Schicksalsgemeinschaft am leichtesten zu erfassen.

Dagegen ist es nur den wenigsten Deutschen klar, wie eng auch sonst das deutsche und das kroatische Schicksal geschichtlich und militärisch seit 1526 miteinander verknüpft wurden. Dem Normal-Altreichsdeutschen erschien nämlich Österreich bis vor kurzem noch als etwas Andersgeartetes oder Nebengeordnetes. Weil der Geschichtsunterricht vor 1938 die österreichische Geschichte nicht als einen Teil der deutschen anerkannt hatte, fehlte ihm das Verständnis für die besten deutsch-kroatischen Gemeinschaftsleistungen in Zeiten, als die Kräfte Deutschlands dem Kroatentum Rückhalt in seinem tapferen Selbstbehauptungskampfe boten. Der kroatische Anteil an den Türkenbefreiungskämpfen wurde überdies im Bewusstsein des deutschen Volkes allzusehr davon überschattet, dass man kurzweg meist nur vom habsburgischen König in Ungarn, und nicht in Kroatien und Ungarn sprach, dass die Hauptschlachten zwischen dem Siege am Kahlen Berge 1683 und dem Frieden von Karlovci 1699 in Ungarn geschlagen wurden und dass der Banus von Kroatien und Slawonien, der 1566 die Feste Sziget tapfer verteidigte, bei uns nur in der madjairischen Namensformi Zriny, bekannt ist, wie auch sein gleichnamiger Urenkel, der in gleicher Eigenschaft 1633 die Türken schlug und 1651 Kostajnica eroberte, obwohl sie einem alten slawonisch-kroatischen Geschlecht entsprossten, dem die dalmatinischen Grafen von Bribir und die hochkroatischen Subic entstammten.

Es ist noch merkwürdiger, dass die ukrainische Form eines bäuerlichen Grenzertums, die der Kosaken, jedem Deutschen bekannt ist, während nur Eingeweihte von der mindestens ebenso grossartigen Geschichte der deutsch-kroatischen Militärgrenze mit ihren vorbildlichen sozialen Einrichtungen wissen. Dabei hat sie Europa seit dem 16. Jahrhundert gegen die Türken geschützt. 1711 reichte sie von der Savemündung (Semlin) bis zur Adria und wurde erst im 19. Jahrhundert aufgehoben. »Träger und Repräsentant dieses Systems war der Grenzoffizier. Sein Kaiser war sein Gott. Ihm war er mit Leib und Seele ergeben. Da dieser die deutsche Kaiserkrone trug, ist es erklärlich, dass der Grenzer — trotzdem er durchweg Kind seines Volkes war — streng kaiserlich deutsch fühlte, erzog und wirkte. Weil der Grenzoffizier aber auch aus der Mitte seines Volksstammes hervorging und seine Sprache und Sitte verstand, konnte er im Grenzerland diesen grossen Einfluss gewinnen und seine durchaus nicht leichte Kulturmission so glänzend lösen«. (F. Fabritius.) »Die ursprüngliche Bestimmung des Grenzers im Krieg und Frieden, bei Tag und bei Nacht war der Grenzdienst am »Kordon«. Er galt der Abwehr von Gebietsverletzungen bei jenseitigen Unruhen und der Überfälle von Horden aus Nachbarstaaten«. Bezahlung fand diese ruhmreiche Truppe durch Militärleben an Grundstücken. Der Kaiser blieb Obereigentümer; ihre Inhaber, die immerwährendes und erbliches Nutzeigentum hatten, waren weit besser gestellt als die übrigen Bauern, die nur Niessbrauch hatten. Dafür waren sie waffendienstpflichtig bis zum 60. Lebensjahr. Ein Grundbuch regelte früh alle Eigentums- und Schuldverhältnisse; über dieses sagte der napoleonische Marschall Marmont, der fünf Jahre lang als Generalgouverneur die Österreich entris¬senen »illyrischen Provinzen« verwaltete: »... und wie merkwürdig, eine so wichtige Einrichtung wie jene der Grundbücher, die Frankreich einst nur vom Genie, dem Willen und der Macht des Kaisers erwarten darf, besteht seit langem schon in Kroatien«. Dieser Fortschritt war also dort schon längst vorweggenommen. Über die militärische Leistung der Grenzer, die 1809 mit verkehrter Front gegen Marmont gefochten hatten, sagte aber Napoleon selbst: »Les Croates, ce sont les premiers soldats du monde«, nachdem sie schon Friedrich der Grosse, der Trencks Panduren zur Genüge kennengelernt hatte, »unübertreffliche Meister des Partisankrieges« genannt hatte. (Auf die Halsbinde der kroatischen Truppen, die Habsburg seit dem Dreissigjährigen Kriege in Deutschland mehr als einmal eingesetzt hatte, geht unser Wort »Krawatte« zurück!)
Bei der älteren Generation unter uns steht dagegen die jüngste Leistung der kroatischen Regimenter, zu denen auch die Bosniaken zu rechnen sind, aus eigener Erfahrung in hohem Ansehen; unsere Marine wusste auch, dass der Kern der österreichisch-ungarischen Flotte aus Kroaten bestand; bei Lissa siegten sie unter Tegetthoff. Wenige wissen dagegen, dass Kroatien (ohne Dalmatien und Bosnien) — bei nur 5 v. H.

Bevölkerungsanteil — der Monarchie 15 v. H. ihrer höheren Offiziere gestellt hat, darunter 1914 volle 32 und Anfang 1917 sogar 60 Generale und Admirale. Zahlreiche Generale entstammten bäuerlichen Familien, so drei den Filipović, vier den Rukavina, sechs den Grivičić und sieben den Knežević (darunter zwei Maria-Theresienordensritter); Feldmarschall Bo-roević führte während des Weltkrieges die Truppen des Isonzofront. So darf man nicht nur im Hinblick auf Österreich von einer echten, auf gegenseitiger Achtung erwachsenen deutsch-kroatischen Waffenbrüderschaft sprechen.

Die deutsch-kroatische Schicksalsgemeinschaft ist aber noch weiter zu verfolgen. Denn der ruchlose Mord am Erzherzog Franz Ferdinand im Juni 1914, der den Weltkrieg auslöste, sollte Deutschtum und Kroatentum in gleicher Weise treffen. Eine der vielen aus der serbischen Geschichte nicht wegzudenkenden Offiziersverschwörungen hatte den Mörder ausgerüstet; sie wollte verhindern, dass die kroatischen Länder der Doppelmonarchie staatsrechtlich (als sogenannte trialistische Lösung unter Einschluss der slowenischen Gebiete) vereinigt würden. Dieser Mord hatte, wie überzeugend nachgewiesen wurde, freimaurerische Ursprünge.



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Nun nahm das Schicksal seinen uns nur zu gut bekannten Lauf. Trotz aller Tapferkeit der Heere erlagen die Mittelmächte. Auch die Novembermänner des Jahres 1918 waren hüben wie drüben wenig wert. Erschöpft von den Opfern des Weltkrieges, entwaffnet durch die Siegermächte, wurde Kroatien schliesslich von den Serben besetzt. Sein Volk ist durch die Friedensdiktate besonders stark getroffen worden; weü es in Treue bis zum bitteren Ende durchgehalten hatte, erhielt es kein Selbstbestimmungsrecht, keinen eigenen Reststaat zugebilligt. Vielmehr wurde es (mit Zustimmung der Freimaurer) durch Gewalt und List in das serbisch geführte Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen gepresst, das König Alexander durch einen von den Pariser Freimaurern im voraus gebilligten Staatsstreich 1929 in einen jugoslawischen Königsstaat (mit einem »jugoslawischen« staatsführenden Volke) verwandelt hat, nachdem ungesühnte serbische Gewalttaten ein friedliches Zusammenleben unmöglich gemacht hatten. Darüber wird aber an anderer Stelle berichtet. Hervorzuheben ist, dass Kroatien zwei Jahrzehnte hindurch in mehr oder weniger offener Revolution gestanden hat; die angeblich nur »innere« Krise Jugoslawiens, über die unsere Presse nur lückenhaft und daher unzusammenhängend berichtetes), War in Wirklichkeit aussenpolitisch bedingt durch das Selbstbestimmungsverlangen der kroatischen Bauernmassen und der von Dr. Ante Pavelic geführten nationalen
Intelligenz. Am 20. Juni 1928 war Radić in Belgrad ermordet worden. Anfang 1929 fasste Pavelić die Aufständischenbewegung, die seit 1920 immer wieder aufgeflackert war, als Ustaša (Heimwehr) zusammen.
Damit begann ein neues Kapitel der kroatischen Geschichte, die Übergangszeit, die am 11. April 1941 mit der Befreiung Agrams und der Staatsneugründung geendet hat. Punkt 1 ihres Statutes lautete: »Die kroatische revolutionire Organisation Ustaša hat die Aufgabe, durch den bewaffneten Aufstand Kroatien vom fremden Joch zu befreien, damit es auf seinem ganzen völkischen und historischen Gebiet zu einem völlig selbständigen und unabhängigen Staat wird«. Als Ustaški Poglavnik (Ustasaführer) umriss Pavelić dessen Grenzen: »Nach Norden erstreckte er sich bis zu den Flüssen Mur, Drau und Donau, nach Süden bis Kotor (Catarro), nach Osten hin bis zum Flusse Drina, nach Südwesten bis an die Adria; er umfasste also die heutigen Provinzen Banal-Kroatien mit Medjumurje, Slawonien und Syrmien, Dalmatien und Bosnien-Herzegowina. Alle diese kroatischen Provinzen bewohnen die Kroaten auch heute in ununterbrochener volklicher Kontinuität...« Dies Gebiet sollte den künftigen Staat Kroatien bilden. Punkt 2 lautete: »Nach der Erreichung dieses Zieles wird die Ustaša-Organisation mit allen Mitteln die staatliche Unabhängigkeit Kroatiens und die nationale Individualität des kroatischen Volkes verteidigen und dafür eintreten, dass im kroatischen Staate stets nur das kroatische Volk herrschen und Herr über alle materiellen und geistigen Güter seines Landes sein wird«. Die Organisation war einfach und klar. Unterste örtliche Gliederung in jeder Gemeinde war der Tabor, alle Tabors eines Verwaltungsbezirks fasste der Logor zusammen, die Logors eines Komitates umfasste der Stožer. Es gab von vornherein neun¬zehn solche Stožer in Jugoslawien und drei Auslandstožer. Diese Ustaša-Organisation war national-revolutionär, aber nicht international-terroristisch, geschweige denn kommunistisch, wie Belgrad es immer wieder behauptet hat. Natürlich waren ihre Mittel Gewalt, die der Gewalt Belgrads entgegengesetzt wurde.

Heute ist es noch nicht möglich, die Geschichte der zahlreichen Ustasa-Aufstände zu schreiben, die den Geist des Widerstandes aufrecht erhielten. Der Tatkraft der Ustaša allein sind jene halben Konzessionen zu »verdanken«, zu denen Belgrad sich bereit finden musste und deren Empfänger nicht der unversöhnliche Pavelić war, sondern St. Radićs schwächlicher Nachfolger Dr. Maček, der bis zuletzt eine schwankende Rolle gespielt hat, so dass die Bauernmassen immer rascher von ihm abbröckelten. Denn dieser konnte 1939 nur Teilziele des kroatischen Nationalismus erreichen: die Vereinigung Kroatien-Slawoniens (ohne Syrmien) mit grösseren Teilen Dalmatiens und der Herzegowina, aber nur keinen Teilen Bosniens; neben der Ganzheitsforderung opferte er überdies noeh die Unabhängigkeit und ging daran schliesslich zugrunde. Pavelić aber wurde, obwohl er seit Jahren in Italien weilte, innerhalb des kroatischen Volkes als unbestrittener Führer anerkannt: in seinem Namen übernahm General Kvaternik daher auch kurz vor dem Einmarsch der Deutschen die Regierung des unabhängigen Kroatiens; die lim ganzen Lande und daher auch im jugoslawischen Heere verbreiteten Ustasa-Anhänger entwaff¬neten kleinere Truppenteile und übernahmen die örtliche Gewalt. So entstand der kroatische Staat.

Das neue Kroatien lehnt Parlamentarismus, Freimaurer- und Judenwirtschaft ab. Seine künftige Regierungsform ist in der autoritären Ustaša-Organisation schon seit zwölf Jahren vorgeformt. Als straffer Kriegerstaat kroatischen Volkstums (auf germano-slawischer Rassengrundlage) wird es klare Fronten auch gegen jeden (wie immer gearteten) Panslawismus, Jugoslawismus oder Orientalismus beziehen. Vor marxistischen oder bolschewistischen Anwandlungen ist es dank des sozialen Grenzertumerbes gefeit durch seine eigenständige Arbeiterorganisation auf nationaler Grundlage, dem weniger bekannten Gegenstück zu seiner weltberühmten Bauernbewegung. Die wirtschaftliehen Grundlagen seines im Norden von getreide- und obsttragenden Fruchtebenen, in der Mitte aber von waldreichen Bergländern erfüllten Gebietes weisen Kroatien mit Not¬wendigkeit auf engsten Anschluss an die Achse hin. Die Staaten der Achse können ihm helfen, seine Bergschätze zu heben, seine Eisenbahnen zu verbessern, sein Strassennetz, das seit 1914 stehengeblieben ist, auszubauen. Dann wird auch der Tourismus in den malerischen Landschaften Bosniens und der Herzegowina, wo ungestörter Orient noch in altertümlichen Formen zu sehen ist, aufblühen.

Zum Schluss eine kurze Überlegung über den Wert eines unabhängigen Kroatiens für das Deutsche Reich und Europa. Dieser erneuerte Staat weiss, mit wem er schicksal¬haft verbunden ist; General Kvaternik sagte dem ersten deutschen Kriegsberichter, der ihn aufsuchte, Dr. Schulte-Strathaus: »Der deutsche Soldat wird als Retter der Freiheit der Kroaten betrachtet, und alle Kroaten haben nur den einen Wunsch, Treue mit Treue zu vergelten. Der Führer des deutschen Volkes wird wie ein Abgott geliebt. Die Kroaten wissen, dass sie ihren Staat auf dem völkisch-geschichtlichen Territorium nur durch die Freundschaft des Führers des deutschen Volkes erhalten können«. Die Achse gewinnt aber an einem von ihr befreiten und stark gemachten Kroatien einen Bundesgenossen von hohem Wert. Der neue Staat beruht auf einem kerngesunden Volkstum und ist auf einer scharf umrissenen Volkspersönlichkeit gegründet, die gegen äussere Feinde in langen Kämpfen gehärtet und nach innen geklärt ist. Dass die Kroaten im Schutze mächtiger Verbündeter poliitsch, kulturell und wirtschaftlich einer gesicherten Zukunft entge¬gengehen, ist nicht nur für Kroatien selbst ein grosses Glück, sondern auch für uns und für ganz Europa ein wervoller Gewinn. Den seine Wiederauferstehung als unabhängiger und ungeteilter Staat zeigt allen Völkern, dia sehen wollen, mit einzigartiger Klarheit, wie richtig — kompromisslos angewendet — die Grundsätze der neuen Europapolitik Adolf Hitlers sind. Sie bringen eine echte Ordnung in unseren von zahlreichen Völkern bewohn¬ten Erdteil und werden ihn zu ungeahnten Leistungen befähigen. Als beglückende Realität tritt das südostmitteleuropäische Kroatien unter Pavelics bewährter Führung an die Stelle der jugoslawisch-balkanischen Fiktion, die für immer aufgelöst ist. Seine geopolitische Lage ist eine einzigartige Ergänzung der Nordsüdachse, an deren schmälster Be¬rührungszone eingefügt Kroatien die Verbindung nach Südosten nunmehr erst völlig sicherstellt.
Nikad ne prestati vikati već sipati bijes,
kao što vulkan riga lavinu.
U noćima mračnim bit gorući krijes,
što svijetli daleko,daleko u daljinu....
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